Loading...
Larger font
Smaller font
Copy
Print
Contents

Gute Nachricht für alle

 - Contents
  • Results
  • Related
  • Featured
No results found for: "".
  • Weighted Relevancy
  • Content Sequence
  • Relevancy
  • Earliest First
  • Latest First
    Larger font
    Smaller font
    Copy
    Print
    Contents

    Auf der Flucht

    Von Arabien kehrte Paulus wieder zurück nach Damaskus (Galater 1,17). “und predigte im Namen des Herrn frei und offen.” (Apostelgeschichte 9,28). Die Juden waren nicht in der Lage, seine vernünftigen Argumente zu widerlegen, “und beschlossen, ihn zu töten.” (Apostelgeschichte 9,23). Die Stadttore wurden Tag und Nacht sorgfältig bewacht, um ihm jede Fluchtmöglichkeit zu nehmen. In dieser Notlage suchten die Jünger ernstlich die Nähe Gottes, und schließlich nahmen sie Paulus “bei Nacht und ließen ihn in einem Korb die Mauer hinab.” (Apostelgeschichte 9,25).GNA 82.5

    Nach seiner Flucht aus Damaskus zog Paulus nach Jerusalem. Seit seiner Bekehrung waren etwa drei Jahre vergangen. Wie er später selber erklärte, bestand der Hauptzweck dieses Besuchs darin, “Kephas [Petrus] kennen zu lernen.” (Galater 1,18). Als er in der Stadt ankam, in der er einst als “Saulus, der Verfolger,” bekannt gewesen war, “versuchte er, sich zu den Jüngern zu halten; doch sie fürchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dass er ein Jünger wäre.” (Apostelgeschichte 9,26). Sie konnten nur schwer glauben, dass ein so fanatischer Pharisäer, der so viel getan hatte, um die Gemeinde zu zerstören, ein aufrichtiger Jünger Jesu werden könnte. “Barnabas aber nahm ihn zu sich und führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie Saulus auf dem Wege den Herrn gesehen und dass der mit ihm geredet und wie er in Damaskus im Namen Jesu frei und offen gepredigt hätte.” (Apostelgeschichte 9,27).GNA 82.6

    Als die Jünger dies hörten, nahmen sie ihn als einen der Ihren auf. Bald hatten sie genügend Beweise, dass seine Erfahrungen als Christ echt waren. Der zukünftige Heidenapostel weilte nun in der Stadt, in der viele seiner früheren Kollegen lebten. Er wünschte dringend, diesen jüdischen Obersten die Prophezeiungen zu erklären, die auf den Messias hinwiesen und die sich mit dem Kommen des Erlösers erfüllt hatten. Paulus war davon überzeugt, dass die Lehrer Israels, mit denen er früher so gut befreundet gewesen war, genauso aufrichtig und ehrlich waren wie er. Aber er hatte die Gesinnung seiner jüdischen Brüder völlig falsch eingeschätzt und musste in seiner Hoffnung auf ihre baldige Bekehrung eine bittere Enttäuschung erleben. Zwar predigte er “im Namen des Herrn frei und offen ... und stritt auch mit den griechischen Juden.” Die Leiter der jüdischen Gemeinde aber weigerten sich nicht nur zu glauben, sie “stellten ihm [sogar] nach, um ihn zu töten.” (Apostelgeschichte 9,28.29). Das stimmte ihn unsagbar traurig. Wie gern hätte er sein Leben hingegeben, wenn er dadurch wenigstens einige von ihnen zur Erkenntnis der Wahrheit hätte führen können! Beschämt dachte er an seine maßgebliche Beteilung an Stephanus’ Märtyrertod zurück und wollte nun unbedingt den Makel auslöschen, der auf dem zu Unrecht Angeklagten ruhte. Die Wahrheit, für die Stephanus sein Leben gelassen hatte, musste gerechtfertigt werden.GNA 83.1

    Niedergedrückt vor Gram über diejenigen, die nicht glauben wollten, betete Paulus im Tempel, wie er später bezeugte, als er plötzlich in einen Traumzustand geriet. Es erschien ihm ein himmlischer Bote, der sagte: “Eile und mach dich schnell auf aus Jerusalem; denn dein Zeugnis von mir werden sie nicht annehmen.” (Apostelgeschichte 22,18).GNA 83.2

    Paulus wollte eigentlich in Jerusalem bleiben, wo er sich seinen Gegnern hätte stellen können. Zu fliehen erschien ihm als Akt der Feigheit, wenn er durch sein Bleiben vielleicht einige der starrköpfigen Juden von der Wahrheit des Evangeliums überzeugen könnte, auch wenn es ihn das Leben kosten sollte. Deshalb antwortete er: “Herr, sie wissen doch, dass ich die, die an dich glaubten, gefangen nahm und in den Synagogen geißeln ließ. Und als das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen wurde, stand ich auch dabei und hatte Gefallen daran und bewachte denen die Kleider, die ihn töteten.” (Apostelgeschichte 22,19.20). Es war aber nicht Gottes Wille, dass sein Diener unnötigerweise sein Leben in Gefahr brachte. Deshalb erwiderte der himmlische Bote: “Geh hin; denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.” (Apostelgeschichte 22,21).GNA 83.3

    Als seine Glaubensbrüder von dieser Vision erfuhren, suchten sie eifrig nach einer Gelegenheit, um Paulus eine heimliche Flucht aus Jerusalem zu ermöglichen, denn sie befürchteten einen Mordanschlag auf ihn. Sie “geleiteten ... ihn nach Cäsarea und schickten ihn weiter nachGNA 83.4

    Tarsus.” (Apostelgeschichte 9,30). Durch Paulus’ Abreise ließ der heftige Widerstand der Juden nach. Die Gemeinde erlebte eine Zeit der Ruhe, in der die Zahl der Gläubigen stark zunahm.GNA 83.5

    Larger font
    Smaller font
    Copy
    Print
    Contents