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Die Engel

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    Bei Pilatus

    Als die Menschen sich dafür entschieden, Barrabas, einen Dieb und Mörder, dem Sohn Gottes vorzuziehen, wurden sie von einem satanischen Geist beeinflußt. Die dämonischen Mächte triumphierten über die Menschheit; von Legionen böser Engel total beherrscht, kreischten sie auf die Frage des Pilatus, wen er ihnen freigeben solle: “Fort mit diesem Menschen, gib uns Barrabas frei!” Und als ihnen Pilatus noch einmal Jesus nahelegte, überschlugen sich ihre Stimmen, als sie schrien: “Kreuzige ihn, kreuzige ihn!” Indem sie den dämonischen Mächten nachgaben, wurden die Menschen dazu verleitet, sich auf die Seite des großen Widersachers zu schlagen.En 175.4

    Die nicht in Sünde gefallenen Welten sahen diese Szenen mit Erstaunen und konnten nicht fassen, welches Ausmaß an Niedertracht die Sünde verursacht hatte. Legionen böser Engel beherrschten die Priester und Schriftgelehrten, und diese liehen ihre Stimme den Einflüsterungen Satans und überzeugten und verführten die Leute durch Falschheit und Bestechung dazu, den Sohn Gottes abzulehnen und sich an seiner Stelle für einen Räuber und Mörder zu entscheiden ... Was für ein Anblick für Gott und für die Seraphim und Cherubim! Der eingeborene Sohn Gottes, der König des Himmels, die herrliche Majestät Gottes, wurde verhöhnt und verspottet, beleidigt, abgelehnt und zuletzt gekreuzigt von denen, die er retten wollte, weil sie sich der Herrschaft Satans überlassen hatten. The Review and Herald, 14. April 1896.En 175.5

    Die Engel waren Zeugen dieses ganzen Geschehens. Sie bemerkten die Überzeugung des Pilatus und seine Sympathie für Jesus ...En 176.1

    Satan und seine Engel versuchten, Pilatus zu verführen und ihn in seinen Untergang zu treiben. Sie redeten ihm ein, wenn er Jesus nicht verurteilte, würde es eben ein anderer tun. Spiritual Gifts I, 54.56.En 176.2

    Sogar jetzt noch brauchte Pilatus nicht unbesonnen zu handeln. Eine von Gott gesandte Botschaft warnte ihn vor der Tat, die er im Begriff war zu vollziehen. Auf Christi Gebet hin war die Frau des Pilatus von einem himmlischen Engel aufgesucht worden, und in einem Traum hatte sie Jesus erblickt und mit ihm gesprochen ... Sie sah ihn beim Verhör im Gerichtshaus; sie sah seine Hände gefesselt wie die eines Verbrechers. Sie sah Herodes und seine Soldaten ihr entsetzliches Werk tun; sie hörte die neiderfüllten, heimtückischen Priester und Obersten ihn hartnäckig anklagen und vernahm die Worte: “Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muß er sterben.” Johannes 19,7.En 176.3

    Sie sah auch, wie Pilatus ihn geißeln ließ, nachdem er erklärt hatte: “Ich finde keine Schuld an ihm.” Johannes 18,38. Sie hörte, wie Pilatus das Todesurteil sprach, und sah, wie er Christus den Mördern übergab. Sie sah das Kreuz auf Golgatha und die Erde in Finsternis gehüllt, und sie hörte den geheimnisvollen Schrei: “Es ist vollbracht!” Johannes 19,30. Dann schaute sie noch ein anderes Bild. Sie erkannte Jesus auf einer großen, weißen Wolke sitzend, während die Erde im Weltraum hin und her taumelte und seine Mörder vor der Offenbarung seiner Herrlichkeit flohen. Mit einem Schrei des Entsetzens erwachte sie, und unverzüglich schrieb sie Pilatus eine Warnungsbotschaft.En 176.4

    Während Pilatus noch überlegte, was er tun solle, drängte sich ein Bote durch die Menge und übergab ihm das Schreiben seiner Frau, in dem es hieß: “Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum seinetwegen.” Matthäus 27,19.En 177.1

    Pilatus erbleichte. Einander widerstrebende Empfindungen verwirrten ihn. Doch während er noch entschlußlos zögerte, schürten die Priester und Obersten noch weiter die Erregung des Volkes ...En 177.2

    Pilatus hätte Jesus gern freigegeben. Anderseits erkannte er, daß er seine Freilassung nicht durchsetzen durfte, wenn er seine Stellung und sein Ansehen behalten wollte. Lieber opferte er ein unschuldiges Leben, als daß er seine irdische Machtstellung verlöre ...En 177.3

    Pilatus gab den Forderungen des Volkes nach. Er übergab den Heiland lieber dem Kreuzestode, als Gefahr zu laufen, seine Stellung zu verlieren. Das Leben Jesu 731.738.739.En 177.4

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